So spielt man Impaintor
Ein Zeichenspiel für 3 bis 10 Leute, online im Browser, auf dem Handy oder am Laptop. Alle zeichnen gemeinsam dasselbe Wort, Strich für Strich. Einer von euch hat das Wort aber nie erfahren und blufft still und heimlich mit.
Jetzt gratis spielenDie Kurzfassung
1Alle bekommen das Wort
Na ja, fast alle. Eine Person bekommt nur einen vagen Hinweis wie «ein Gebäude» und muss bluffen.
2Ein Strich pro Zug
Ihr zeichnet abwechselnd je eine Linie auf die gemeinsame Leinwand. Genug, um zu zeigen, dass ihr das Wort kennt, aber nicht so viel, dass ihr es verratet.
3Reden, verdächtigen, abstimmen
Fragt nach, wozu dieser Kringel gut war. Sobald mehr als die Hälfte auf jemanden zeigt, fliegt die Person raus.
4Schnappt den Impostor
Die Crew gewinnt, wenn sie den Schwindler rauswählt. Der Schwindler gewinnt, wenn er bis zu den letzten zwei überlebt oder das Wort errät.
Worum geht es eigentlich?
Impaintor ist ein Spiel ums Bluffen und Entlarven, nur wird hier gezeichnet statt endlos im Kreis diskutiert. Alle bekommen dasselbe geheime Wort, zum Beispiel Haus. Abwechselnd ergänzt ihr ein gemeinsames Bild um je einen Strich. Einer von euch, der Impostor, hat das Wort nie bekommen. Er kennt nur einen vagen Hinweis wie «ein Gebäude», zeichnet trotzdem mit und hofft, dass es niemand merkt.
Jeder Strich ist also ein kleines Dilemma. Zeichnest du zu deutlich, servierst du dem Impostor das Wort. Zeichnest du zu vage, fragen sich die anderen, ob nicht du es bist. Und nebenbei wird gechattet, verdächtigt und abgestimmt.
Impaintor ist eine Browser-Version des Brettspiels A Fake Artist Goes to New York. So könnt ihr mit Freunden spielen, ob sie im selben Zimmer sitzen oder auf einem anderen Kontinent, und niemand muss die Schachtel besitzen.
Die Regeln im Detail
- Trommle 3 bis 10 Leute zusammen. Jemand gibt irgendeinen Raumcode ein (egal welchen, der Raum entsteht dabei automatisch) und teilt den Einladungslink. Sobald alle auf «Ich bin bereit» gedrückt haben, beginnt die Runde.
- Lies dein Wort. Alle sehen das Wort, das gezeichnet wird, ausser dem Impostor: Er sieht nur einen Hinweis, im schweren Modus nicht einmal den. Der Impostor wird jede Runde neu ausgelost, nächstes Mal könntest also du es sein.
- Zeichne einen Strich, wenn du dran bist. Ein Strich ist eine einzige durchgehende Linie in deiner eigenen Farbe. Es gibt kein Zeitlimit: Lass dir ruhig einen Moment Zeit, aber nicht den ganzen Abend.
- Chatte und stimme ab, wann immer du willst. Schreib im Chat und tippe auf eine Person, um für sie zu stimmen. Jemand ist raus, sobald mehr als die Hälfte der verbliebenen Spieler für diese Person gestimmt hat. Haben alle abgestimmt und herrscht Gleichstand, fliegt niemand raus.
- Gewinne die Runde. Die Crew gewinnt, wenn sie den Impostor rauswählt. Der Impostor gewinnt, wenn er überlebt, bis nur noch zwei Spieler übrig sind, oder, falls Raten erlaubt ist, wenn er das Wort nennt. Er hat nur einen Versuch: richtig heisst gewonnen, falsch heisst verloren.
Runden sind kurz, meist nur ein paar Minuten. Danach könnt ihr in derselben Gruppe gleich nochmal spielen, und ein neuer Impostor wird ausgelost.
Raumeinstellungen
- Öffentlich oder privat. Private Räume findet man nur mit dem Code. Öffentliche Räume erscheinen auf der Startseite, damit auch Fremde beitreten können.
- Chat-Sprache. Jeder Raum gibt eine Sprache an, damit man einen findet, in dem man sich versteht. Oberfläche, Wörter und Hinweise gibt es in 13 Sprachen, und alle lesen sie in ihrer eigenen.
- Schwerer Modus. Der Impostor bekommt überhaupt keinen Hinweis. Bluffen pur.
- Impostor darf raten. Standardmässig eingeschaltet. Wer den Raum eröffnet hat, kann das ausschalten; dann kann der Impostor nicht mehr durch Raten gewinnen.
- Frecher Modus. Das Spiel kommentiert eure Striche, eure Stimmen und vor allem eure Niederlagen. Einschalten auf eigene Gefahr.
- Zuschauer. Wer mitten im Spiel dazukommt, schaut live zu und spielt ab der nächsten Runde mit.
Ein paar Tipps
Wenn du das Wort kennst
- Beweise es, ohne es zu verraten. Zeichne einen Strich, der nur Sinn ergibt, wenn man das Wort kennt, aber mach das Bild nicht fertig. Eine zu eindeutige Zeichnung ist für den Impostor ein geschenkter Sieg.
- Achte darauf, wer zögert. Die ersten Striche sind für den Impostor am schwierigsten. Wer abwartet, abkupfert oder nur «sichere» Verzierungen beisteuert, verdient eine Nachfrage im Chat.
- Stell Fragen. «Was sollte das denn darstellen?» ist eine faire Frage. Vage Antworten sind ein Indiz. Denk nur daran, dass der Impostor den Chat auch liest, also schreib das Wort nicht aus.
- Erst zählen, dann tippen. Eine Abstimmung ist entschieden, sobald sich mehr als die Hälfte einig ist, also sprecht euch vorher ab.
Wenn du der Impostor bist
- Leg dich früh fest. Zögern verrät dich am meisten. Ein selbstbewusster, halbwegs falscher Strich schlägt einen zaghaften perfekten.
- Bau auf dem auf, was schon da ist. Verlängere oder spiegle einen vorhandenen Strich. Das wirkt kundig und legt dich auf nichts fest.
- Lies die Zeichnung. Jeder Strich grenzt das Wort weiter ein. Der Hinweis lautet «ein Tier» und du siehst Schnurrhaare? Dann denk schon mal an Katze.
- Rate im richtigen Moment. Wenn sich die Stimmen ohnehin gegen dich richten, kostet dich ein verzweifelter Rateversuch nichts. Fällst du gar nicht auf, sammle lieber weiter Hinweise.
Häufige Fragen
- Ist Impaintor kostenlos?
- Ja, komplett. Es läuft im Browser, ohne Download, ohne Registrierung und ohne Konto. Öffne impaintor.com, gib einen Raumcode und einen Namen ein, und schon bist du dabei.
- Wie viele Spieler braucht man?
- 3 bis 10. Drei braucht es mindestens, damit das Entlarven überhaupt funktioniert; richtig gut wird es mit 5 bis 8.
- Kann ich Impaintor auf dem Handy spielen?
- Ja. Es wurde zuerst fürs Handy gebaut: Du zeichnest mit dem Finger, und wenn du kurz die App wechselst oder das Netz verlierst, verbindet dich das Spiel von selbst wieder.
- In welchen Sprachen gibt es Impaintor?
- Oberfläche, Wörter und alle Spielmeldungen gibt es in 13 Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Polnisch, Türkisch, Russisch, Ukrainisch, Japanisch und Chinesisch. Im selben Raum kann jede Person ihre eigene verwenden.
- Wie gewinnt der Impostor?
- Auf zwei Arten: indem er überlebt, bis nur noch zwei Spieler übrig sind, oder, wenn Raten eingeschaltet ist, indem er das geheime Wort nennt. Geraten wird nur einmal, alles oder nichts: Ein Treffer gewinnt die Runde auf der Stelle, ein Fehlschuss verliert sie.
- Was sieht der Impostor?
- Alle anderen sehen das Wort, zum Beispiel Haus. Der Impostor sieht nur einen vagen Hinweis wie «ein Gebäude». Im schweren Modus sieht er gar nichts.
- Kann ich einem laufenden Spiel beitreten?
- Ja. Du kommst als Zuschauer rein: Du siehst die Leinwand, den Chat und die Abstimmungen live und spielst ab der nächsten Runde mit.
- Was passiert, wenn die Verbindung abbricht oder ich die Seite neu lade?
- Dein Platz bleibt zwei Minuten lang reserviert, und das Spiel verbindet dich automatisch wieder, mit der ganzen Zeichnung und dem Chat. Nur wenn du auf «Verlassen» tippst, ist dein Platz sofort weg.
- Was ist der freche Modus?
- Eine optionale Raumeinstellung, bei der das Spiel deine Striche und Niederlagen völlig taktlos kommentiert («Sam hat wohl gerade einen Krampf oder so»). Wer den Raum eröffnet hat, kann ihn jederzeit ein- oder ausschalten.
- Ist das wie A Fake Artist Goes to New York oder wie skribbl?
- Es ist eine Browser-Umsetzung von A Fake Artist Goes to New York: ein Strich pro Zug, eine Person, die das Wort nicht kennt. Anders als bei Ratespielen im Stil von skribbl zeichnet ihr alle zusammen dasselbe Bild, und es geht darum herauszufinden, wer nur so tut.